ISO 20022 News

21.06.2024

ISSA: Marktüberlegungen und ISO 20022 Migrationsansätze für Wertpapiere

Die ISO 20022-Arbeitsgruppe der International Securities Services Association (ISSA) hat ihr finales Paper zur perspektivisch geplanten Migration der Wertpapierabwicklung auf das neue Nachrichtenformat veröffentlicht. Der Bericht skizziert einen möglichen Fahrplan für den Übergang von ISO 15022 zu ISO 20022. Dabei wird u.a. eine Überprüfung der Governance-Prozesse von ISO 20022 empfohlen, um sicherzustellen, dass sie den aktuellen Anforderungen entsprechen.


19.06.2024

ISO 20022: Wird das Ende der MT/MX-Koexistenzphase aufgeweicht? 

Eine Mitteilung von SWIFT vom 21. Mai 2024 zum für November 2025 geplanten Ende der Koexistenz von MT- und MX-Zahlungsverkehrsnachrichten sorgt für Unsicherheit beim Fahrplan hin zur vollständigen Umstellung auf die ISO 20022-Norm. In ersten Reaktionen aus der Branche war von einer „Aufweichung“ die Rede. Hierzu veröffentlicht DPS eine Einordnung der Payment-Expertin Yilin Schröder. Eine englischsprachige Version der Analyse finden Sie hier.


20.05.2024

ISO 20022: Learning to sing in harmony (Asset Servicing Times)

Ein Jahr nach der ISO 20022-Umstellung für alle grenzüberschreitenden Zahlungen wirft das Branchenblatt "Asset Servicing Times" die Frage auf, wie sich der Markt und seine Akteure weiterentwickeln müssen, um das mit der neuen Norm anvisierte Ziel einer Harmonisierung zu erreichen. "Wenn wir zusammenarbeiten - Regierungen, Finanzinstitute und Unternehmen - können wir eine neue Ära einläuten, in der eine Auslandsüberweisung so mühelos wie das Versenden einer E-Mail funktioniert. Dabei geht es nicht nur um Bequemlichkeit, sondern um die Förderung einer integrativeren und stärker vernetzten Weltwirtschaft", wird Sarah-Jayne Van Greune, COO des Zahlungsdienstleisters Payen, im Beitrag zitiert.

25.04.2024

Commerzbank: Umstellung auf ISO 20022 geht alle Unternehmen an

In Rückblick auf einen Workshop im Rahmen 35. Finanzsymposium in Mannheim berichtet die Commerzbank über ein großes Interesse von Corporates am Thema ISO 20022. Zitat: "Im Kern ging es darum, welche Chancen mit der ISO 20022 verbunden sind, wie der Workflow durch die Umstellung sicherer wird, welche Format-Umstellungen anstehen und natürlich um den konkreten Zeitplan für die Migration." Nach Ansicht der Bank geht die Umstellung auf die neue ISO-Norm alle Unternehmen an. Fragen zum Thema beantwortet die Commerzbank unter folgender Mail.

15.04.2024

ISO 20022-Einführung bei CHIPS kein Selbstzweck 

Die erfolgreiche ISO 20022-Migration ist „ein großer Tag für The Clearing House - und ein großer Tag für das US-Zahlungssystem“, so das Fazit von Richard Dzina, Senior Vice President bei TCH, zum Formatwechsel beim Clearing House Interbank Payments System (CHIPS). Gegenüber PYMNTS äußert sich Dzina zu Details der Migration und den erwarteten Auswirkungen. Dzina weist darauf hin, dass die Einführung von ISO 20022 auf CHIPS kein Selbstzweck ist, sondern ein Anfang, an dem die gesamte Branche hart arbeiten müsse, damit die Vorteile dieses verbesserten Datenflusses letztendlich auch genutzt werden können. 


11.04.2024

CHIPS Netzwerk migriert erfolgreich auf ISO 20022

Das größte privatwirtschaftliche Clearing- und Abwicklungssystem der Welt, das von The Clearing House betriebene CHIPS, ist am 8. April 2024 erfolgreich auf das Nachrichtenformat ISO 20022 gewechselt. Das Netzwerk ist das führende US-Dollar-Clearing- und Abwicklungssystem für den internationalen Zahlungsverkehr. Am ersten Betriebstag mit ISO 20022 gab CHIPS 555.345 Zahlungen im Wert von 1,81 Billionen US-Dollar frei. "Diese Zahlen übertreffen die Erwartungen an Volumen und Wert für Tag 1 und entsprechen einem typischen Betriebstag im CHIPS-Netzwerk", sagte Margaret Weichert, Chief Product Officer bei The Clearing House. "Sie spiegeln das Vertrauen in die Leistungsfähigkeit der CHIPS-ISO20022-Plattform und das Versprechen wider, dass das neue Nachrichtenformat den Teilnehmern und Kunden erhebliche Vorteile bringen wird."

14.03.2024

ISO 20022 Formatumstellung bei SEPA steht an

Am kommenden Wochenende werden in der Nacht vom 16. auf den 17. März alle auf ISO 20022 basierenden Zahlungsnachrichten, die in den vier SEPA-Regelwerken spezifiziert sind, auf die Version 2019 des Standards umgestellt. DPS-Partner Carsten Lange merkt dazu an: „Der Markt hat die im Herbst 2023 verschobene Einführung des neuen SEPA Scheme Rulebook gut genutzt und sollte jetzt auf die Einführung der Version 2019 von ISO 20022 vorbereitet sein. Damit wird ein weiterer wichtiger Meilenstein hin zu einer Vereinheitlichung und Modernisierung des Zahlungsverkehrs erreicht.“ Der Zeitpunkt des Inkrafttretens des SCT Inst-Regelwerks 2023 wurde auf Sonntag (17. März 2024) um 03:30 Uhr MEZ festgelegt. Diesem neuen Zeitpunkt des Inkrafttretens wird eine SEPA-weite 30-minütige Ausfallzeit von 03.00 Uhr MEZ bis 03.30 Uhr MEZ vorausgehen. Während dieser Ausfallzeit ist keine einzige SCT Inst-Instruktion, Transaktion, r-Transaktion, Transaktionsuntersuchung oder eine damit verbundene Antwortnachricht möglich.
 
20.02.2024

SWIFT: ISO 20022 wird die Zukunft des Finanzwesens prägen

ISO 20022 ist nach Einschätzung von Rachel Levi, Global Head of Innovation Engineering bei SWIFT, entscheidend für die Erschließung von Innovationen im Finanzdienstleistungsbereich. Da neue Formen des Werttransfers wie die Tokenisierung und digitale Vermögenswerte in den Vordergrund rückten, wird nach Ansicht der Autorin mit ISO 20022 ein gemeinsamer Standard besonders wichtig sein, um eine Fragmentierung zu vermeiden. Wie laufende CBDC-Testprojekte gezeigt hätten, könne das ISO 20022-Format weiterhin mit digitalen Währungen verwendet werden. "Und die reichhaltigen, strukturierten Daten, die es liefert, werden unsere Fähigkeit, KI und maschinelle Lernmodelle auf Transaktionsdaten anzuwenden, erheblich verbessern."

19.02.2024

Neues SEPA-Regelwerk bringt neue Version von ISO 20022 mit sich

"Das neue SEPA-Regelwerk des European Payment Council (EPC) tritt im März 2024 in Kraft und bringt eine neue Ära der ISO 20022-Nachrichten mit sich", notiert die Deutsche Bank Corporate Bank in ihrem aktuellen "flow briefing". Nach einer viermonatigen Verschiebung soll der Start der neuen Regularien für die SEPA-Schemes diesmal reibungslos über die Bühne gehen. Die Vorgaben sollen neue Dienstleistungen ermöglichen und bringen eine Reihe von Änderungen mit sich. Einige der Änderungen können sich auf die SEPA-Transaktionsverarbeitung auswirken, selbst wenn man nicht vorhat, eine der neuen Optionen aktiv zu nutzen. Das Briefing beschreibt die Änderungen, die das neue Regelwerk mit sich bringt, und wie es sich auf die Kunden auswirkt.

06.02.2024

Bank of Japan legt Zeitplan für Versions-Upgrade von ISO 20022 vor

Die Bank of Japan plant für ihr Financial Network System (BOJ-NET), das zur Yen-Devisenabrechnungen und Kontokorrenttransaktionen im Zusammenhang mit Einlagen ausländischer Institute verwendet wird, die Umstellung auf die 2019er Version von ISO 20022. Als Zeitpunkt des Übergangs von der alten 2009er Version zu den aktuellen Formaten wurde der Zeitraum Herbst 2025 kommuniziert. Das genaue Datum wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben. Der entsprechende Zeitplan für die SEPA-Zahlungsverkehrsverfahren musste Ende Oktober 2023 um vier Monate auf den 17. März 2024 verschoben werden.


16.01.2024

Commerzbank gibt Einblick zu "Big Bang"-Migration von ISO 20022

2023 war das Jahr, in dem gleich mehrere Zahlungssysteme in Europa die Migration auf ISO 20022 vollzogen haben - teils in Form eines "Big Bang". Ingrid Weißkopf, Head of FI Cash Advisory, und Dr. Roland Nehl, Programme Manager bei der Commerzbank, geben dazu in einem Beitrag für den "International Banker" interessante Einblicke; etwa zur Herausforderung Partnerbanken für sogenannte Penny-Tests zu finden. Diese Problematik habe verdeutlicht, "dass ein Großteil des Marktes im Vorfeld der Umstellung noch nicht bereit war - viele Finanzinstitute sollten ihre ISO 20022-Vorbereitungen erst in letzter Minute abschließen". Eine weitere operative Hürde war aus Sicht der Autoren folgend zu bewältigen, "als das neue TARGET2-System offenbar nicht alle erforderlichen Bank Identifier Codes (BICs) enthielt".

14.01.2024

Wiederholte Verschiebungen bei ISO 20022: Das Phänomen Prokrastination

In einem aktuellen Blog-Beitrag diskutiert Carsten Lange, Partner Payments bei DPS, das Phänomen "Prokrastination im Zahlungsverkehr". Denn rund um ISO 20022 und TARGET2 hätten sich die Marktteilnehmer allein seit März 2020 mit 13 teils sehr kurzfristig verschobenen Deadlines auseinandersetzen müssen. Lange beleuchtet die entsprechenden Auswirkungen auf Banken und benennt mögliche Strategien zur Vorbereitung auf weitere Verschiebungen von Payment-Projekten.

09.01.2024

ISO 20022: "Den Daten auf den Grund gehen"

Die kumulativen Auswirkungen fehlgeschlagener Zahlungen können in einem gesamten Bankunternehmen zu spüren sein, mahnt Experte Roland Brändli in einem Interview mit "The Fintech Magazine". Problem aus seiner Sicht: die meisten Banken verfügen nicht über die operativen Einblicke, um das Ausmaß dieser Folgen zu erkennen, geschweige denn, sie zu verhindern, bevor sie echten Schaden anrichten. In dem Zusammenhang unterstreicht Brändli die Bedeutung von ISO 20022.

27.12.2023

SWIFT: ISO 20022-Migration Startschuss für die Zukunft von Rich Data

In seinem Jahresrückblick hebt das Zahlungsverkehrsnetzwerk SWIFT den Start der ISO 20022 Migration im März 2023 als "wichtigen Meilenstein für die globale Zahlungsverkehrsbranche" hervor. Die Umstellung auf den neuen Nachrichtenstandard schaffe die Voraussetzungen für "ein neues Maß an betrieblicher Effizienz und Innovation". "Das Jahr 2023 wird als ein entscheidendes Jahr in der Entwicklung des Finanzökosystems in Erinnerung bleiben", konstatiert Jerome Piens, Chief Product Officer bei SWIFT. 

06.12.2023

Commerzbank: ISO 20022 wichtiger Schritt in Richtung interoperabler Zahlungssysteme und Real Time Payments

Gegenüber der bankeigenen Publikation IN.sights äußert sich Simone Löfgen, Global Head of Payment Platforms der Commerzbank, zu den Auswirkungen der Einführung von ISO 20022. Das einheitliche Zahlungsverkehrsformat ist demnach "ein wichtiger Schritt in Richtung interoperabler Zahlungssysteme, die wiederum die Voraussetzungen dafür schafft, mit nationalen Echtzeitzahlungssystemen auch internationale Zahlungen in Echtzeit zu ermöglichen". Ein weiterer entscheidender Vorteil des neuen Standards seien die vielen Analyseinstrumente, die damit ermöglicht werden. 


07.11.2023

Wie oft wurden die Deadlines für ISO 20022 geändert oder verschoben?

...diese Frage wirft das englischsprachige Branchenportal "Finextra" vor dem Hintergrund der jüngsten Nachricht auf, wonach der European Payments Council (EPC) die Umstellung der SEPA-Zahlungsverfahren auf die neueste ISO 20022-Version um vier Monate verschoben hat. Die Autorin dokumentiert die Verzögerungen der MT/MX-Migration seit März 2020 und zieht dabei eine Analogie zum Filmklassiker "Und täglich grüßt das Murmeltier".


02.11.2023

Verschobene ISO20022-Migration erzürnt Marktteilnehmer (Börsen-Zeitung)

Nach Einschätzung der Börsen-Zeitung regt sich in der Payment-Branche Unmut über die vom European Payments Council (EPC) kommunizierte Verschiebung "von vier Sepa-Funktionalitäten im Rahmen der ISO20222-Migration". Fazit: "Weil in zwei EU-Ländern getrödelt wurde, muss nun die gesamte ISO20022-Migration auf kommenden März verschoben werden." Diese Verzögerung sei von einigen Marktteilnehmern in den Sozialen Medien "mit bissigen Kommentaren bedacht worden", berichtet das Blatt und verweist auf entsprechende Äußerungen auf LinkedIn. 


26.10.2023

Umstellung der SEPA-Zahlungsverfahren auf neue ISO 20022-Version verzögert sich

ISO 20022 und zeitliche Verzögerungen – eine Kombination, die vielen Marktteilnehmern bekannt vorkommt. Gestern teilte der European Payments Council (EPC) mit, dass man nach Umfragen unter den Teilnehmern des SEPA-Zahlungsverkehrsverfahrens und den CSMs (Clearing and Settlement Mechanisms) zu dem Schluss gekommen ist, dass eine erfolgreiche Umstellung auf die 2019er ISO 20022-Version am 19. November 2023 für mindestens zwei große SEPA-Länder nicht garantiert werden kann. Zitat: „Dies ist auf gemeldete operative Verzögerungen und/oder die Notwendigkeit einer zusätzlichen Testzeit zur Gewährleistung einer sicheren Migration zurückzuführen.“
Daher hat das Gremium beschlossen, die Migration der ISO-Version auf Sonntag, den 17. März 2024 zu verschieben. Seitens des EPC heißt es, dass man sich der Auswirkungen dieser Entscheidung „voll bewusst“ sei und die Bemühungen der teilnehmenden Institute wertschätze, „die gut gearbeitet haben und bereit sind, mit der Migration fortzufahren“. 
Dennoch sei man zu der Einschätzung gekommen, „dass eine erfolglose Migration der ISO-Version am 19. November 2023 nicht nur Auswirkungen auf die nationalen SEPA-Transaktionen der betroffenen PSP-Gemeinschaften (von denen einige zu den größten in Europa gehören) gehabt hätte, sondern auch auf ein beträchtliches Volumen an grenzüberschreitenden SEPA-Transaktionen, mit potenziellen Folgewirkungen im gesamten SEPA-Raum“.

17.10.2023

ISO 20022: BIZ definiert einheitliche Mindestanforderungen

Das Committee on Payments and Market Infrastructures (CPMI) der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) hat heute harmonisierte Datenanforderungen zu ISO 20022 veröffentlicht. Damit wird ein einheitlicher Mindeststandard für das Nachrichtenformat gesetzt, der eine effizientere Abwicklung grenzüberschreitender Zahlungen gewährleisten soll. „Die Umsetzung dieser Datenstandards erfordert koordinierte Anstrengungen in der globalen Payments-Community, aber langfristig wird die gesamte Branche von einer Annäherung an diese gemeinsamen Datenpraktiken profitieren“, erklärt Michele Bullock, ehemalige Co-Vorsitzende des CPMI Messaging Workstreams und Gouverneurin der Reserve Bank of Australia. 


09.10.2023

SIBOS: Chancen und Herausforderungen von ISO 20022 im Fokus

Einhelliges Fazit der Berichterstattung: ISO 20022 war eines der Top-Themen auf der SIBOS, dem Branchentreffen zur Interbanken-Kommunikation via SWIFT. Insbesondere der Mehrwert des MX-Formats für Corporates wurde auf verschiedenen SIBOS-Panels diskutiert. „Finextra“ gibt dazu die Einschätzungen von David Rego, Global Head of Payments der Standard Chartered Bank, wieder. Neben den Benefits von ISO 20022 beschreibt Rego auch Hürden, die noch zu meistern sind. „Ich denke, die Aufklärung ist eine große Herausforderung. Ich glaube, die meisten Unternehmen sind sich […] nicht einmal bewusst, auf welchem Weg sich die Banken befinden…“ Indes konstatiert „Euromoney“, dass die ISO 20022-Einführung „noch in den Kinderschuhen steckt“ und die Banken noch viel zu tun hätten, bevor sie ihren Firmenkunden ein verbessertes Cash Management und umfassendere Datendienste anbieten können. Die Payment-Berater von iGBT kommen zu einem ähnlichen Schluss: „Nur 15 % des gesamten SWIFT-Verkehrs erfolgt im ISO 20022-Format, und es ist noch zu früh, um von konkreten Vorteilen zu sprechen.“ Auch Christian Fraedrich, Head of Business Architecture bei der Deutsche Bank Corporate Bank, hält es für verfrüht, realisierte Vorteile von ISO 20022 zu thematisieren. MX müsse erst in der Breite eingeführt werden und die Branche müsse sicherstellen, dass die für ISO 20022-Nachrichten verwendeten Daten von hoher Qualität sind.


04.10.2023

Binance mit Ausblick auf Kombination von ISO 20022 mit Blockchain

Unter dem Titel „Getting to Grips With International Crypto Liquidity & ISO 20022 Tokens“ macht sich die weltweit größte Kryptowährungsbörse Binance in einem Blogbeitrag für den Einsatz von Kryptowährungen als „schnellere, kostengünstigere und transparentere“ Lösung für Cross Border Payments stark. Dabei wird Kritik an herkömmlichen grenzüberschreitenden Zahlungen geübt. Zugleich wird eingeräumt, dass mit der Einführung von ISO 20022 hier schon Fortschritte auszumachen sind. Folgend werden die potenziellen Chancen einer Kombination der Blockchain-Technologie mit ISO 20022 thematisiert. Die Entwicklung von digitalen Vermögenswerten, die mit ISO 20022 konform sind, habe bereits begonnen. Dies bedeute, dass Überweisungen in Kryptowährungen besser in das SWIFT-Zahlungssystem integriert werden könnten und die Qualität der ODL-Dienste verbessert würde. ISO 20022-Tokens würden auch zu einer stärkeren weltweiten Akzeptanz digitaler Vermögenswerte beitragen und ggf. eine bessere Einhaltung von regulatorischen Vorgaben ermöglichen. „Ob diese ISO 20022-konformen Token von SWIFT übernommen werden, bleibt abzuwarten“, heißt es.

18.09.2023

ISO 20022: Kundenbindung und Erträge im Firmenkundengeschäft steigern (Der Bank Blog)

In einem Beitrag für "Der Bank Blog"  empfiehlt Payment-Experte Thomas Baumann Kreditinstituten, mehr in eine qualitativ hochwertige Fachbetreuung ihrer Firmenkunden zu investieren, damit die mit ISO20022, PSD2 und neuen Produkten und Verfahren gegebenen Möglichkeiten und Vorgaben zusammen mit den Kunden umgesetzt werden können.

05.09.2023

Trotz ISO 20022 – Korrespondenzbanken weiter vor Herausforderungen

In seiner aktuellen Titelstory wirft „The Banker“ ein Schlaglicht auf das Geschäft der Korrespondenzbanken. Während KI-Lösungen und die Einführung von ISO 20022 eine gewisse Erleichterung bieten würden, blieben die Herausforderungen für das Korrespondenzbankgeschäft in einer Ära immer größerer Risikoreduzierung groß. Im Beitrag wird kritisch darauf hingewiesen, dass ISO 20022 von Banken in Europa, den USA, Großbritannien und anderen Industrieländern in großem Umfang übernommen wurde – die Umstellung bei den Finanzinstituten in kleineren Ländern jedoch wesentlich langsamer verlaufe. „Es ist kontraproduktiv, wenn die Banken in den Schwellenländern nicht in der Lage sind, neue Technologien zu übernehmen, und wir am Ende ein Zweiklassensystem haben und trotz der neuen Technologie ein größeres Risiko eingehen“, wird ein Marktteilnehmer zitiert.

01.09.2023

Wells Fargo wirbt bei Unternehmen für Auseinandersetzung mit ISO 20022 

In einem Beitrag für das „Payments Journal“ weist Joanne Strobel, Head of CIB Segments Solutions and Advisory bei der US-Großbank Wells Fargo, auf die Vorteile des Nachrichtenformats ISO 20022 für Unternehmen hin. Dabei skizziert die Autorin, welche Maßnahmen Unternehmen bereits heute ergreifen können, um sich auf die vollständige Einführung des MX-Formats vorzubereiten. So heißt es: „Machen Sie ISO 20022 zum Bestandteil Ihrer Modernisierungsstrategie für den Zahlungsverkehr. Durch die schrittweise Abschaffung von Altsystemen und die Einführung neuer Technologien wird Ihr Unternehmen in die Lage versetzt, Risiken besser zu minimieren und die Migration und Unterstützung eines digitalisierten Zahlungssystems zu erleichtern.“


01.08.2023

Die Zukunft der strukturierten Adressen unter ISO 20022 (DB Corporate Bank)

In ihrem aktuellen "flow briefing" weist die Deutsche Bank Corporate Bank darauf hin, dass die künftigen Anforderungen an strukturierte Adressinformationen beim Zahlungsverkehrsformat ISO 20022 entgegen der ursprünglichen Pläne weniger strikt ausgelegt werden sollen. Nach Ablauf der MT/MX-Koexistenzphase bei SWIFT im November 2025 sollen demnach drei Optionen zur Adressinformationen unterstützt werden: 1) eine vollständig strukturierte Option; 2) eine hybride Option - d.h. gemischte Verwendung von dedizierten Adresskomponenten; und 3) eine (vorübergehend) vollständig unstrukturierte Option, die bis November 2026 nutzbar sein soll.

26.07.2023

Ambivalentes Medienecho zu Start von FedNow

Ein Go-live ohne vorherige Terminankündigung – so gestaltete sich der Start des neuen, in ISO 20022 kommunizierenden Instant Payment Systems der US-Notenbank, FedNow, vergangene Woche. Das Medienecho zum Launch fällt bislang ambivalent aus. „Die Hoffnungen auf die Einführung des Echtzeit-Zahlungssystems FedNow in den USA sind groß, die Erwartungen sind jedoch zurückhaltender“, konstatiert „The Banker“. „FedNow Will Change Payments For The Better, But Not Yet“, heißt es einleitend zu einem Beitrag auf „Forbes“. „TechCrunch“ gibt indes die Aussagen von zahlreichen Marktakteuren zum FedNow-Start wieder.
Bisher haben sich 37 Finanzinstitute und 17 Zahlungsdienstleister für die Nutzung des Dienstes angemeldet – „ein winziger Teil der rund 9.000 Banken und Kreditgenossenschaften in den USA“, analysiert die „Washington Post“. Das Blatt weist zudem darauf hin, wie weit die USA mit ihren Bemühungen um Echtzeitzahlungen hinter anderen Nationen zurückliegen. „FedNow ist so, als würde man ein iPhone 1 kaufen und sich über die Leistungsfähigkeit eines Smartphones wundern“, so der zitierte Vergleich von Aaron Klein, Senior Fellow für Economic Studies bei der Brookings Institution.

21.07.2023

FedNow geht ohne Vorankündigung live

Selten wurde ein neues Zahlungsverkehrssystem mit einer so zurückhaltenden Kommunikation gestartet. Ohne Vorankündigung und mit einer nüchternen Mitteilung ging das ISO 20022-basierte Instant Payment System FedNow gestern live. Zunächst sind 35 Banken und Kreditgenossenschaften sowie das Bureau of the Fiscal Service des US-Finanzministeriums bereit, Sofortzahlungen über den Service abzuwickeln. Darüber hinaus sind 16 Dienstleister bereit, die Zahlungsabwicklung für Banken und Kreditgenossenschaften zu unterstützen. "Die Federal Reserve hat den FedNow Service entwickelt, um den alltäglichen Zahlungsverkehr in den kommenden Jahren schneller und bequemer zu gestalten", erklärte Fed-Chef Jerome Powell.


13.07.2023

Die letzte Meile zu einer vollständigen XML-Datenstruktur (Frankfurt School of Finance)

Axel Jäger, Dozent im Zertifikatsstudiengang Certified Payment Professional an der Frankfurt School of Finance & Management, formuliert in einer aktuellen Veröffentlichung einen Appell an Unternehmen, ihre Systeme auf die neue ISO 20022 XML-Struktur im Zahlungsverkehr umzustellen. Der Autor mahnt: "Die Zeit läuft. Es bleiben noch 30 Monate für diese Umstellung, die nach Einschätzung von Branchenkennern ca. 90 Prozent der Kunden betrifft. Anders ausgedrückt: Nur jedes zehnte Unternehmen hat bereits eine von Formatbrüchen freie Verbuchung im XML-Format umgesetzt."

11.07.2023

Rätselraten um Start des ISO20022-basierten FedNow

Mitte März diesen Jahres kündigte die US-Notenbank Federal Reserve den Start ihres lange erwarteten, ISO20022-basierten Sofortzahlungsdiensts FedNow für Juli an. Wann genau in diesem Monat das Angebot starten soll, bleibt bislang jedoch offen. Ende Juni hieß es lediglich, dass FedNow Ende Juli mit 57 Banken, Kreditgenossenschaften und anderen Anbietern, die zur Nutzung des Überweisungsdienstes zugelassen sind, eingeführt wird. Diese Kommunikationsstrategie der US-Notenbank wird aktuell hinterfragt und ist Anlass für eine kritische Berichterstattung zur Bereitschaft des US-Bankensystems für das neue Instant Payment Angebot. "How the Fed’s new instant money program could lead to another regional banking crisis", warnt CNN. Bloomberg notiert: "Banking Is Going 24/7. Mind the Risks". Kritisch gefasst titelt auch das Wall Street Journal: "Banks’ Newest Fed Headache: Nonstop Instant Payments".

19.06.2023

Bank of England migriert CHAPS auf ISO 20022

In Zusammenarbeit mit der Zahlungsverkehrsbranche hat die Bank of England heute CHAPS, das britische System für den Großbetragszahlungsverkehr, erfolgreich auf ISO 20022 umgestellt. Die BoE beschreibt das als wichtigen Meilenstein im Rahmen des mehrjährigen Programms zur Erneuerung des Echtzeit-Brutto-Zahlungsverkehrsdienstes (RTGS) der Bank. Victoria Cleland, Geschäftsführende BoE-Direktorin für Zahlungsverkehr, wird dazu wie folgt zitiert: "In einer zunehmend globalisierten Welt des Zahlungsverkehrs wird die Harmonisierung der Nachrichtenübermittlung durch ISO 20022 mehr Systeme in die Lage versetzen, dieselbe Sprache zu sprechen und letztlich den grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr zu verbessern. Die Umstellung auf ISO 20022 ist ein Schlüsselelement des RTGS-Erneuerungsprogramms der Bank..."

14.06.2023

Migration zu ISO 20022 beeinflusst internationale Quellensteuer-Abwicklung

Die Umstellung auf ISO 20022 im internationalen Zahlungsverkehr wirkt sich auch auf die automatisierten Quellensteuer-Prozesse aus. Darauf weist Ross K. McGill in seinem aktuell erschienen Fachbuch „Cross-Border Investment Withholding Tax“ (Verlag: Springer International Publishing) hin. In einem gesonderten Kapitel befasst sich der Autor mit den entsprechenden Herausforderungen. Besonderes Augenmerk wird darauf gelegt, wie sich der Übergang vom nachrichtenbasierten Modell ISO15022 zum Geschäftsprozessmodell ISO20022 auf die Steuerverarbeitung auswirkt und welche spezifischen Steuer-Tags zur Verfügung stehen. Zudem nimmt McGill Bezug auf einen weiteren im Bereich der Quellensteuer verwendeten Standard, die mit ISO 20022 konforme und interoperable Extended Business Reporting Language, XBRL. 


02.06.2023

ISO 20022-Migration bei Großbritanniens Zahlungsverkehrssystemen steht an

In zwei Wochen steht das nächste ISO 20022-Migrationswochenende an: Am 19. Juni 2023 werden CHAPS und das Echtzeit-Bruttoabrechnungssystem (RTGS) der Bank of England (BoE) auf den neuen Nachrichtenstandard umgestellt. Gegenüber "Pay.uk" verweist der BoE-Projektleiter für diese Migration, Mark Streather, auf die erweiterten Daten im MX-Format. Banken und Zahlungsdienstleister würden damit u.a. in die Lage versetzt, ausgefeiltere und zielgerichtetere Modelle zur Bekämpfung der Finanzkriminalität zu entwickeln.

23.05.2023

Analysis: What ISO 20022 means for the trade finance ecosystem (Global Trade Review)

Welche Bedeutung hat ISO20022 für die Handelsfinanzierung? Diese Frage steht im Mittelpunkt eines Gesprächs von "GTR Global Trade Review" mit Shirish Wadivkar, Global Head of Wholesale Payments and Trade Strategy bei SWIFT. Dessen Prognose: "Die Nutzung von ISO 20022-Nachrichten wird die Automatisierung besserer End-to-End-Zahlungs- und Handelsfinanzierungsströme erleichtern, Kosten senken und Akkreditiv- und Garantieverfahren rationalisieren." Zudem werde der mit ISO verbundene Übergang zu einer papierlosen Transaktionsverarbeitung die Bearbeitung notwendiger Dokumente beschleunigen.

12.05.2023

Q&A mit DPS-Partner Carsten Lange zur Versionsumstellung bei ISO 20022

Wo liegen die Herausforderungen für Banken und Sparkassen bei der geforderten Versionsumstellung von ISO 20022 in den SEPA Payment Schemes? Diese Frage beantwortet Zahlungsverkehrs-Experte Carsten Lange in einem kurzen Q&A.

10.05.2023

SEPA Payment Schemes werden mit 2019er-Standard von ISO 20022 kommunizieren (EPC)

Alle auf dem ISO 20022-Standard basierenden XML-Zahlungsnachrichten, die in den vier 2023 in Kraft getretenen Regelwerken für den einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum (SEPA) spezifiziert sind, werden ab dem 19. November 2023 auf der Version 2019 des ISO 20022-Standards basieren. Das hat der European Payments Council (EPC) aktuell mitgeteilt und einen Leitfaden zur Umstellung auf diese ISO-Version veröffentlicht. In dem Dokument werden u.a. die konkreten Auswirkungen einer solchen ISO-Versionsumstellung auf die verschiedenen Prozesse des SEPA-Zahlungsverkehrsverfahrens für die betroffenen SEPA-Zahlungsverkehrsteilnehmer und Zahlungsdienstnutzer beschrieben.

28.04.2023

Demnächst striktere Validierung von ISO 20022-Nachrichten (DB Corporate Bank)

In ihrem aktuellen "flow briefing" weist die Deutsche Bank Corporate Bank darauf hin, dass die Einhaltung des reinen ISO 20022-Nachrichtenformats ab Ende Mai 2023 möglicherweise nicht mehr ausreicht. In der Veröffentlichung wird erläutert, wie die bevorstehende gpi STI-Validierung, UETR-Validierung und Transaction-Manager-Validierung bei SWIFT dazu führen könnte, dass ISO 20022- und MT-Nachrichten, die derzeit ohne Probleme verarbeitet werden, in Zukunft abgebrochen werden könnten. 

21.04.2023

Payment-Projekte nach ISO 20022-Migration: JP Morgan plädiert für verstärkte Kooperationen (Börsen-Zeitung)

Im Gespräch mit der "Börsen-Zeitung" spricht sich Andreas Windmeier, Head of Payments im europäischen Wirtschaftsraum und der Schweiz bei J.P. Morgan, u.a. in Rückblick auf das T2/T2S-Konsolidierungsprojekt dafür aus, "dass Banken untereinander und mit Fintechs verstärkt auf Kooperationen setzen". Er beschreibt das Problem, dass Finanzinstitute für die Vielzahl an Projekten erhebliche IT-Ressourcen benötigen. Parallel habe aber die Geschwindigkeit zugenommen, mit der Payment-Neuerungen umgesetzt werden müssen, so der Manager. Windmeier merkt zudem an: "Die ISO20022-Migration bringt eine Vereinheitlichung im Zahlungsverkehr und ermöglicht jetzt eine strukturierte Übertragung der Daten."

20.04.2023

The journey to ISO 20022: Worldline’s CSM and the T2-T2S consolidation (Worldline)

Einer der größten europäischen Zahlungs- und Transaktionsdienstleister, Worldline, gibt in einem aktuellen Blog-Beitrag einen Rückblick auf die T2/T2S-Konsolidierung im vergangenden Monat. Am 20. März habe der eigene SEPA-Clearing- und Abwicklungsmechanismus (CSM) die Bestätigung von TARGET2 erhalten und sei erfolgreich gestartet. Weiter heißt es: "Insgesamt wurden an diesem Tag 16,5 Mio. Transaktionen mit einem Wert von 10,2 Mrd. Euro nahtlos verarbeitet." Die weitere Verarbeitung sei dann ebenso erfolgreich verlaufen, "ohne dass es zu Verzögerungen oder Zwischenfällen aufgrund der Umstellung gekommen ist".

11.04.2023 

Grenzüberschreitender Zahlungsverkehr: Öffentliche Konsultation zu ISO 20022 gestartet (VDT e.V.)

Der Verband Deutscher Treasurer (VDT e.V.) weist auf die laufende öffentliche Konsultation des „Committee on Payments and Market Infrastructure“ (CPMI) der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) zur Bewertung der vorgeschlagenen ISO 20022 Harmonisierungsanforderungen bei grenzüberschreitenden Zahlungen hin. 

04.04.2023

ISO 20022 migration: the lessons learnt so far (Deutsche Bank)

In ihrem „flow briefing“ zieht die Deutsche Bank ein Fazit zu den ersten Tagen der Koexistenzphase von MT- und MX-Nachrichten im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr via SWIFT. Da CBPR+ ISO 20022 – anders als der MT-Standard – zwischen zwei Arten von Bank Identifier Code (BIC) Elementen (BICFI und AnyBIC) unterscheidet, könne es bei falscher Verwendung in der Transaktionskette etwa zur Ablehnung von Zahlungen kommen. Hingewiesen wird zudem auf Probleme bei der Übersetzung von MT in MX und Herausforderungen infolge unterschiedlicher Definitionen des ISO 20022-Nachrichtenstandards bei TARGET/EBA und SWIFT.


03.04.2023

Commerzbank blickt auf erfolgreiche Umstellung auf ISO 20022 zurück

In einer kurzen Mitteilung auf LinkedIn konstatiert die Commerzbank: "Wir haben unseren Zahlungsverkehr erfolgreich auf den ISO 20022 Standard umgestellt." Die Privatkunden des Instituts haben demnach nichts von der Umstellung gemerkt, da man "die erforderlichen Anpassungen vorgenommen" habe. 

30.03.2023

Payments Canada zieht Resumee zur ersten ISO 20022-Handelswoche beim HVPS Lynx

Parallel zur Beginn der MT/MX-Koexistenzphase bei SWIFTs CBPR+ wurde auch beim neuen kanadischen High Value Payment System (HVPS) Lynx die Kommunikation über ISO 20022-normierte Nachrichten gestartet. Dazu hat Betreiber jetzt einen Rückblick gegeben: In der ersten Woche der Nutzung von ISO 20022 verarbeitete Lynx demnach insgesamt 238.005 Transaktionen im Wert von 2,2 Billionen Dollar, wovon 51% auf die neuen MX-Transaktionen und 49% auf MT-Transaktionen entfielen. Weitere Infos zu Lynx finden Sie hier.

28.03.2023

Migration von TARGET2 und ISO 20022: Big Bang im EU-Zahlungsverkehr (Der Treasurer)

Die Branchenpublikation "Der Treasurer" blickt auf den Big Bang im europäischen Zahlungsverkehr, die T2/T2S-Konsolidierung, und die ISO 20022-Migration bei SWIFT zurück. "Für so eine komplexe Umstellung gab es marginale Probleme", wird Norbert Hambloch, Berater des Zahlungsdienstleisters Geva Group und Mitglied des Verbands Deutscher Treasurer (VDT), zitiert.

22.03.2023

Payments Canada, AusPayNet and EBA Clearing complete ISO 20022 cutover (Finextra)

Das Informationsportal "Finextra" berichtet, dass EBA Clearing, AusPayNet und Payments Canada ihre Großbetragszahlungssysteme erfolgreich auf das neue Nachrichtenformat ISO 20022 umgestellt haben. Mit Blick auf Europa heißt es: "Die Umstellung auf Euro1 erfolgt zeitgleich mit der Einführung des neuen ISO20022-fähigen T2-Großbetragszahlungssystems des Eurosystems, das ein RTGS-System und ein zentrales Liquiditätsmanagement-Tool umfasst."

21.03.2023

Abschied vom Target-2-System (FAZ)

Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet heute über die T2/T2S-Konsolidierung und zitiert dabei das Vorstandsmitglied der Bundesbank, Burkhard Balz, wie folgt: "Ich freue mich, dass die Migration auf das neue T2-System erfolgreich verlaufen ist. Mit dem neuen System hat das Eurosystem eine langfristig leistungsfähige Infrastruktur für den europäischen Zahlungsverkehr sichergestellt." Eine Herkulesaufgabe für die gesamte europäische Bankengemeinschaft sei geschafft, so Balz weiter: "Nach mehr als sechs Jahren intensiver Arbeit haben wir T2 als Nachfolger von Target 2 erfolgreich in Betrieb genommen."

21.03.2023

SWIFT äußert sich positiv zum Start der ISO 20022-Migration bei CBPR+

Die Migration auf ISO 20022 im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr (CBPR+) hat gestern begonnen. Mit Verweis auf die "jahrelange Vorbereitung durch die Finanzwelt" bewertet SWIFT dies in einer ersten Reaktion als "großen Meilenstein für die Zahlungsverkehrsbranche". In einer weiteren Verlautbarung spricht man nach dem 72 Stunden dauernden ISO 20022-Migrationswochenende von einem "ersten erfolgreichen Arbeitstag in verschiedenen Zeitzonen und mehreren Marktinfrastrukturen, die ihre Migration mit dem CBPR+-Fenster synchronisiert haben".

20.03.2023

ISO 20022-Migration: EZB meldet volle Funktionsfähigkeit bei T2/T2S

Die TARGET2 / TARGET2Securities-Konsolidierung ist auf Seiten der EZB offenbar problemlos verlaufen. Gestern Abend hieß es: "Alle Migrationsaktivitäten wurden erfolgreich abgeschlossen. Das neue T2-System ist voll funktionsfähig und arbeitet normal." Weiter wurde mitgeteilt, dass das CLM/RTGS bis Montag, 20.März, 18:00 Uhr MEZ, in CLM RTS/RTGS RTS II bleiben werde. Das Eurosystem bedankte sich bei allen an der Migration beteiligten Akteuren.

16.03.2023

Positiver Domino-Effekt in Sachen ISO 20022: Federal Reserve und Bank of England forcieren Tempo

Vor dem Hintergrund der am kommenden Wochenende anstehenden ISO 20022-Migration in Europa (TARGET2, EURO1) und dem zeitgleichen Beginn der MT/MX-Koexistenzphase bei SWIFT CBPR+ forcieren auch die US-Notenbank Fed und die Bank of England (BoE) das Tempo bei ihren Zahlungsverkehrsprojekten.
Zuerst kündigte die BoE Anfang dieser Woche an, dass CHAPS (Datenfernübertragungs- und Verrechnungssystem in Pfund Sterling oder Euro) und das Echtzeit-Bruttoabrechnungssystem (RTGS) der Bank am 19. Juni 2023 auf den Nachrichtenstandard ISO 20022 umgestellt werden. Gestern teilte dann die Federal Reserve mit, dass ihr lange erwartetes, neues Echtzeitzahlungssystem FedNow im Juli seinen Betrieb aufnehmen wird. FedNow setzt ebenfalls auf den Standard ISO 20022. Daher dürfte auch der internationale Zahlungsverkehr von höheren Adaptionsraten profitieren. 

In der ersten Aprilwoche will die Fed mit der formellen Zertifizierung der Teilnehmer für den Start des Dienstes beginnen. Um sich auf die Übermittlung von Live-Transaktionen über das System vorzubereiten, werden Early Adopters demnach ein Kunden-Test- und Zertifizierungsprogramm absolvieren, das auf den Rückmeldungen aus dem FedNow-Pilotprogramm basiert. Die Zertifizierung basiert laut Mitteilung auf einem umfassenden Testprogramm u.a. mit definierten Anforderungen in Sachen Betriebsbereitschaft. Im Juni will die US-Notenbank dann mit den zertifizierten Teilnehmern erste Transaktionen untereinander validieren, um die Bereitschaft für den Start im Juli final bestätigen zu können.

14.03.2023

Wochenende der ISO 20022-Migration: 72 Stunden, in denen Geschichte geschrieben wird

Das kommende Wochenende (18./19. März) steht ganz im Fokus der ISO 20022-Migration im internationalen Zahlungsverkehr. Neben der TARGET2/T2S-Konsolidierung als „Big Bang“ migrieren auch das EURO1-System, SWIFT CBPR+ (Beginn einer Koexistenzphase von MT- und MX-Formaten) und die High Value Payments Systeme von Kanada, Australien und Neuseeland. 

Seitens SWIFT hieß es uns gegenüber dazu: „Unsere 72 Stunden, in denen wir Geschichte schreiben, beginnen nächsten Freitag.“ Einige Marktteilnehmer hatten seitens des Zahlungsnetzwerks eine offizielle Mitteilung erwartet, dass man nach dem grünen Licht für TARGET2 den Start der Koexistenzphase bei CBPR+ für den 20. März nochmal bestätigt. Bei SWIFT betonte man auf Nachfrage, dass man schon in der Mitteilung zur jüngsten Verzögerung der ISO 20022-Migration im vergangenen Oktober klargemacht habe, dass es keine weiteren Verzögerungen geben werde.

  • Hier die entsprechende Mitteilung von SWIFT vom 27. Oktober 2022. Darin wird betont: "Gleichzeitig geht aus dem Feedback unserer Community hervor, dass es in der gesamten Branche eine starke Dynamik gibt, um ISO 20022 Rich Data zu implementieren und daraus einen Nutzen zu ziehen, so dass das revidierte Startdatum 20. März 2023 endgültig ist."


  • Was passiert eigentlich genau bei der T2/T2S-Konsolidierung in Form eines "Big Bang"? Welche Risiken bestehen? Das erklärt DPS-Partner Carsten Lange im Finanz-Szene Podcast.




  • Auch die Einführung in Australien und Neuseeland ist auf den ISO 20022-Zeitplan von SWIFT abgestimmt. Am 20. März beginnt eine fast zweijährige Koexistenz zwischen den derzeitigen MT-Nachrichten von HVCS und den neuen MX-Nachrichten.

 


08.03.2023

Taskforces für Cross Border Payments - ISO 20022-Harmonisierung im Fokus (BIZ, Dow Jones)

Ende Februar haben das Financial Stability Board (FSB) und der Ausschuss für Zahlungs- und Marktinfrastrukturen (CPMI) der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) mitgeteilt, zwei Taskforces aus Vertretern der Finanzindustrie aufzubauen, um die Arbeiten zur Verbesserung grenzüberschreitender Zahlungen zu beschleunigen. Dabei wurde das Thema Datenaustausch und Nachrichtenstandards als einer von drei Arbeitsschwerpunkten genannt – konkret die Fertigstellung der ISO 20022-Harmonisierung und deren praktische Umsetzung (vgl. News v. 1.3.). Die Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires merkt dazu an: „Grenzüberschreitende Zahlungen dauern derzeit lange und sind zudem teuer. Die G20 wollen auf diesem Gebiet eine rasche Besserung - vor allem, weil sie der Konkurrenz von Krypto-Anbietern begegnen wollen.“ 


07.03.2023

DPS richtet Webinare zur T2/T2S-Konsolidierung aus

Im Auftrag des Deutschen Sparkassen- und Giro-Verbandes (DSGV) und in Zusammenarbeit mit der Finanz Informatik (FI) hat DPS eine Webinar-Reihe zur anstehenden TARGET2 / TARGET2-Securities Konsolidierung ausgerichtet.

01.03.2023

BIZ startet Konsultationsprozess zur ISO 20022-Harmonisierung

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) hat aktuell Vorschläge zur weltweiten Harmonisierung des neuen Nachrichtenstandards im Zahlungsverkehr, ISO 20022, veröffentlicht und eine entsprechende Konsultationsphase eingeleitet. Hintergrund: Derzeit gibt es noch große Unterschiede in der Art und Weise, wie ISO 20022 weltweit eingesetzt wird - was wiederum einige der Vorteile des XML-Formats zunichte macht. Da viele Länder derzeit mitten in der Umsetzung von ISO 20022 stecken, sollen die Harmonisierungsregeln erst nach dem Ende der Koexistenzperiode zwischen SWIFT MT und ISO 20022 (Ende November 2025) greifen. Die Konsultationsphase läuft bis 10. Mai 2023.

28.02.2023

Diesmal wird die Target2-Migration durchgezogen – aber klappt sie auch? (Finanz-Szene Podcast)

Carsten Lange, Partner der DPS-Gruppe mit dem Schwerpunkt Zahlungsverkehr, ist zu Gast im aktuellen Podcast von finanz-szene.de.  Im Fokus des Gesprächs steht die ISO 20022-Migration bei TARGET2 – in Form eines „Big Bang“ am 20. März. Dabei sind allein hierzulande gut 1.500 Banken und Sparkassen direkt oder indirekt involviert. Fragestellungen des Gesprächs: Klappt der MT/MX-Übergang nach zwei Verschiebungen dieses Mal? Wo liegen mögliche Risikofaktoren, die alle Beteiligten mit Spannung auf das „Migrationswochenende“ 18./19. März blicken lassen? 

27.02.2023

SWIFT ISO 20022: Exploring the first results from Transaction Manager testing (Deutsche Bank)

In einem Beitrag für den Blog der Deutsche Bank Corporate Bank berichten Christopher Gardner, ISO 20022 Technical Programme Lead bei dem Geldhaus, und Brice Goemans, ISO 20022 Programme Lead bei SWIFT, über den laufenden Testprozess zu SWIFTs neuem Transaction Manager. Fazit der beiden Autoren: "Die ersten Ergebnisse der Transaction Manager Testanalyse zeigen, wie wichtig diese Übung ist. Je mehr Probleme und Unstimmigkeiten im Vorfeld der Inbetriebnahme des Transaction Managers Ende Mai 2023 proaktiv aufgedeckt werden können, desto reibungsloser wird die zukünftige Zahlungsabwicklung verlaufen."

News-Archiv

23.02.2023

ISO-20022-Migration erhält grünes Licht (Börsen-Zeitung)

20.02.2023

Grünes Licht für ISO 20022-Migration bei TARGET2 (EZB)

16.02.2023

Swift geht die große Migration an  (Börsen-Zeitung)

15.02.2023

Meldungen zu Derivatetransaktionen werden auf ISO 20022 umgestellt

10.02.2023

Chips ISO 20022 implementation pushed back (Finextra)

30.01.2023

ISO 20022: Banken nicht ausreichend vorbereitet (gi - Geldinstitute)

12.01.2023

CBDC interoperability relies on an ISO 20022 data model (LinkedIn)

23.12.2022

ISO 20022-Verschiebung als eine der "Treasury-Überraschungen des Jahres" (Der Treasurer)

19.12.2022

T2 ISO20022 Migration: Eine „beispiellose, leicht stressige Reise“ (Deutsche Bank Corporate Bank)

14.12.2022

ISO 20022: What are the real benefits of its adoption? (KPMG UK) 

20.11.2022

ISO20022-Formate fordern Banken und Unternehmen heraus (Der Bank Blog) 

10.11.2022

Erneuter Aufschub bei ISO 20022: Was Banken jetzt beachten müssen 

28.10.2022

Nach Target2 verschiebt Swift ISO 20022 (Der Treasurer) 

21.10.2022

Nach Target2-Migration steht auch Swift-Umstellung auf der Kippen (finanz-szene.de)

20.10.2022

Verzögerung für Target-2-Nachfolger (FAZ)

28.09.2022

Falscher Stolz mit fatalen Folgen für den Zahlungsverkehr (Der Bank Blog)

26.08.2022

ISO 20022: Warum die Migration so viel Mühe kostet (gi - Geldinstitute)

17.08.2022

ISO 20022-Migration: DZ Bank veröffentlicht konkrete Umsetzungsplanung

30.06.2022

ISO 20022 in bytes for payments: Less than six months till CBPR+ general go-live! (SWIFT) 

27.06.2022

CBPR+ migration – why it’s not too late to implement before November (Payments Canada) 

21.06.2022

Beyond November 2022: Don’t think of the ISO migration in ISOlation

17.06.2022

ISO 20022: A transformational standard (Euromoney)

26.05.2022

Fed to delay ISO 20022 implementation until 2025 (ABA Banking Journal)

24.05.2022

ISO 20022: Full of promise but treasurers remain wary (The Global Treasurer) 

14.04.2022

Was dem Zahlungsverkehr mit dem Ausland bevorsteht (Bankmagazin) 

24.03.2022

ISO 20022 im Jahr 2022: Der Countdown läuft (Deutsche Bank)

18.03.2022

Wann ist ISO 20022 für alle Banken "das Payment-Maß der Dinge"? 

09.03.2022

Smart messaging and the payments revolution (Electronic Payments International)

02.03.2022

Where Do We Stand on the Journey to ISO 20022? (International Banker)

01.03.2022

ISO 20022 strives for 100% STP (The Asian Banker) 

22.02.2022

ISO 20022 in bytes: Get ready for November 2022 (SWIFT)

16.12.2021

ISO 20022: Banken in der Konverter-Falle – wie MT richtig auf MX mappen? (IT Finanzmagazin)

03.12.2021

ISO 20022 – bis 2025 wohl weltweiter Standard; Hinter­gründe, Details, Aufgaben und neue Möglichkeiten (IT Finanzmagazin)

28.09.2021

ISO 20022 – Die perfekte Steilvorlage für Banken (Payment & Banking)

03.09.2021

ISO 20022 als Katalysator für Monetarisierung von Zahlungsdaten (IT Finanzmagazin)

14.07.2021

Pay.UK veröffentlicht technische Infos zu ISO 20022 und neuem Retail Payment System (Crowdfundinsider.com)

01.07.2021

T2/T2S: Vollwertige ISO 20022 Implementierung, "Like-for-Like" vom Tisch 

01.07.2021

SWIFT-Plattform: Neue Datendienste auf Basis von ISO 20022 geplant (Finextra)

15.06.2021

SWIFT-Deutschlandchef: ISO 20022-Migration so schnell wie möglich angehen (Geldinstitute)

Was ist ISO 20022?

ISO 20022 wird auch als UNIFI-Standard (UNIversal Financial Industry message scheme) bezeichnet. Dieser Standard strebt eine weltweite Konvergenz von existierenden und neuen Nachrichtenstandards aus verschiedenen Bereichen des Finanzwesens an.

Für die Entwicklung neuer Nachrichten bietet ISO 20022 eine Plattform, die einen einheitlichen Entwicklungs- und Modellierungsprozess von Nachrichten vorgibt. Dies bedeutet, dass Nachrichten in Standardisierungsorganisationen beispielsweise bei SWIFT (Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication) entwickelt und unter ISO 20022 als weltweit gültiger Standard verabschiedet werden.*

* Quelle: Bundesverband deutscher Banken

Weiterführende Informationen zu ISO 20022

  • Die  International Organization for Standardization (ISO) hat eigens für den neuen Zahlungsverkehrsstandard eine umfangreiche Informationsseite aufgebaut. Dort wird u.a. ein regelmäßiger Newsletter veröffentlicht: www.iso20022.org/





  • Die Berater von KPMG in den USA haben aktuell eine kurze Zusammenfassung zur Bedeutung von ISO 20022 und dem Weg zur Migration des neuen Standards veröffentlicht: Link zur KPMG-Veröffentlichung
  • Der Bundesverband deutscher Banken (BdB) hat die wichtigsten Informationen zu ISO 20022 knapp in einem pdf-Dokument zusammengefasst. Darin wird auch die Frage beantwortet, welche Bedeutung der neue Standard für die SEPA hat: Link zur BdB-Veröffentlichung


  • Die Deutsche Kreditwirtschaft (DK) hat das Regelwerk zur Einreichung von Auslandsüberweisungsaufträgen per ISO 20022-Standard spezifiziert. Der folgende Link führt zur Anlage 3 (Formatstandards) des DFÜ-Abkommens: https://www.ebics.de/de/datenformate




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